Christine Schirrmacher
Artikelliste

Es sind nicht alle Märtyrer – Sterben, Tod und Trauer im Islam

11. September 2012 von  

Vorlesung an der Theologischen Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Augustana) und Referat Mission Interkulturell des Zentrums Mission EineWelt Vorlesung im Rahmen des Blockseminars „Sterben, Tod und Trauer bei Muslimen, Buddhisten und Christen“, Neuendettelsau, 05.03.2009 1. Die Bedeutung von Tod und Sterben im Islam Die Frage nach der Auffassung von Tod und Sterben in einer Religion setzt die Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens voraus und diese in einer monotheistischen Religion wiederum die Frage nach dem Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Grundsätzlich erhält aus Sicht des Korans und der islamischen Theologie das Diesseits als Vorbereitung auf das Jenseits seine eigentliche Bedeutung. Der Mensch ist Geschöpf Gottes, begrenzt an Einsicht. Er ist auf die Rechtleitung Gottes, des ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Vorlesung im Rahmen des Blockseminars „Sterben, Tod und Trauer bei Muslimen, Buddhisten und Christen“, Neuendettelsau, 05.03.2009

Menschenrechte am Hindukusch: Afghanische Frauen sind „zweitrangig“

27. August 2012 von  

Oberstes Gelehrtengremium definiert zukünftige Frauenrechte (BONN, 11.4.2012) Zwar sind Männer und Frauen in Afghanistan laut Verfassung gleichberechtigt, aber Männer noch etwas gleichberechtigter, wie der 150 köpfige „Gelehrtenrat“, das höchste religiöse Gremium Afghanistans kürzlich verkündete: „Männer haben eine grundlegende Position, Frauen sind zweitrangig.“ Vorsitzender des Gelehrtenrates ist der den Taliban eng verbundene Qyamuddin Kashaf. Präsident Karzai veröffentlichte den betreffenden Text auf seiner Webseite und hob ausdrücklich seine Zustimmung zu den Verlautbarungen hervor, da sie lediglich das in Afghanistan ohnehin gültige islamische Recht widerspiegelten. Frauen sollen sich demnach in Zukunft mit Männern nicht mehr gemeinsam an einem Ort aufhalten, sei es in Bildungseinrichtungen, ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Institut für Islamfragen

Schariarecht bedroht Abfall vom Islam mit der Todesstrafe: Religionsfreiheit muss auf die Tagesordnung internationaler Politik und Diplomatie

27. August 2012 von  

Religionsfreiheit – eine Einbahnstraße? Yousef Nadarkhani, Leiter einer Untergrundkirche in Iran, Ehemann und Vater zweier Söhne im Alter von sieben und neun Jahren, wurde am 11. April 2012 35 Jahre alt. Ob sein Geburtstag allerdings ein Freudentag für ihn war, muss ernsthaft bezweifelt werden: Yousef Nadarkhani wurde am 28.06.2011 vom Obersten Gerichtshof des Iran wegen Apostasie zum Tod verurteilt und nun kann jeden Tag zur Hinrichtung abgeholt werden. Wie positionieren sich einflussreiche islamische Theologen zur Religionsfreiheit? Derzeit nutzt die politisch-extremistische Gruppierung der Salafisten diese in Deutschland gesetztlich verankerte Religionsfreiheit, um in deutschen Städten 25 Mio. Koranexemplare zu verschenken und damit nicht nur für den Islam zu werben, sondern auch für ihre Islamauslegung ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Evangelische Verantwortung. Zeitschrift des EAK: Evanglischer Arbeitskreis der CDU/CSU, Ausgabe 5+6/Mai 2012, S. 6–11.

Konvertiten zum Islam: Je gläubiger – je radikaler?

21. Mai 2012 von  

Wege der Radikalisierung bei Muslimen in Europa Christine Schirrmacher Islam in Europa – eine Bedrohung? Nicht erst seit gestern ist das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland gespannt. An die Stelle des Wegsehens über die dauerhafte Präsenz von Muslimen und der viel zu lange gehegten Illusion der Rückkehr der in den 60er Jahren angeworbenen Gastarbeiter sind Misstrauen, Ängste und Abwehr getreten. Asylsuchende, politische und Wirtschaftsflüchtlinge sowie eine im Vergleich zu Europa höhere Geburtenrate haben die muslimische Diasporagemeinde auf heute rund 4 Mio. Menschen anwachsen lassen. Ängste und Abwehr wurden durch mehrere Faktoren hervorgerufen: durch einen immer stärker sichtbar werdenden international vernetzten politischen Islam einschließlich seines extremistischen Arms, ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: R. Hempelmann (Hg.), Religionsdifferenzen und Religionsdialoge. 50 Jahre EZW, EZW-Text 210, Berlin 2010, S. 129–145.

Muslime in Deutschland

28. Februar 2012 von  

Eine Studie des Bundesinnenministeriums zu: Integration, Integrationsbarrieren, Religion und Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt Ergebnisse von Befragungen im Rahmen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen von Katrin Brettfeld und Peter Wetzels, 509 S., Hamburg 2007[1] Ergebnisse der Studie – Eine Zusammenfassung Warum diese Studie? Kurz vor dem Jahresende 2007 erschien eine umfangreiche, vom Bundesinnenministerium herausgegebene Studie unter dem Titel „Muslime in Deutschland“. Unter der Leitung der Hamburger Kriminologen Karin Brettfeld und Peter Wetzels erfragte die Studie Einstellungen von Muslimen in Deutschland zu Integration und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und politisch-religiös motivierter Gewalt. Der Umfang von über 500 Seiten ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e. V.

Einführung ins Thema „Scharia“ – Entstehung, Inhalt, Bedeutung für Europa

28. Februar 2012 von  

Welche Inhalte kennzeichnen die Scharia und welche Bedeutung hat sie für Europa? Heute angesichts einer rund 4 Mio. Menschen umfassenden Migrantengemeinschaft aus islamisch geprägten Ländern in Deutschland und wahrscheinlich mindestens 20 Mio. in ganz Europa wahrhaftig kein abseitiges Thema. Dies gilt um so mehr, als sich der politische Islam – der Islamismus – als Referenzrahmen für Leben und Glauben auf die Scharia beruft, ja, auch in seiner letztlichen Beurteilung der Gesellschaftsordnung und Politik Westeuropas als Maßstab die Scharia als unaufgebbare Zukunftsordnung betrachtet. Daher ist im Zeitalter der Globalisierung auch für den europäischen Kontext die Auseinandersetzung mit Rechtsvorstellungen im Islam so aktuell wie nie zuvor. Die Anfangsgründe der Scharia wurzeln in Muhammads Wirken in Mekka ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Christlicher Glaube und Islam/Islam and Christianity 1/2010, S. 21-29.

„Es ist kein Zwang in der Religion“ (Sure 2,256): Konversion und Glaubensfreiheit im Islam

20. Februar 2012 von  

„Es ist kein Zwang in der Religion“ (Sure 2,256): Gewährt der Islam Glaubensfreiheit? Nur dann, wenn es um die Hinwendung zum Islam geht. In der Regel halten Muslime ebenso wie Vertreter der islamischen Theologie die Hinwendung eines Menschen zum Islam für wünschenswert, während seine Abwendung, sein „Abfall“ sehr negativ beurteilt wird. Das gilt umso mehr, wenn sich der „Apostat“ einer anderen Religion zuwendet, wie etwa dem christlichen Glauben. Muslime, die offen bekennende Atheisten oder Christen werden oder einer nicht anerkannten Minderheit wie den Baha’i angehören, sehen sich mit zahlreichen Schwierigkeiten konfrontiert: Oft steht ihre Familie ihrer Entscheidung mit völligem Unverständnis gegenüber und versucht, sie umzustimmen, bedroht oder verstößt sie sogar, denn Abfall bedeutet für ... Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: IfI-Pressemeldung zur Konversion und Glaubensfreiheit im Islam“ vom 26.01.2012

Christine Schirrmacher