Extremismus

Christine Schirrmacher wirkt bei Erklärfilmen der bpb zu Islamismus mit

Juni 18, 2018 by · Leave a Comment 

Erklärfilme der Bundeszentrale für Politische Bildung aus dem Dossier Islamismus

Radikalisierung von Muslimen

Viele der Tatbeteiligten in Paris und Brüssel sind in Frankreich und Belgien aufgewachsen und haben sich dort radikalisiert. Auch in Deutschland radikalisieren sich junge Muslime. Für die Gesellschaft ist das eine enorme Herausforderung. Wer radikalisiert sich, und warum? Ist das vergleichbar mit anderen Extremismen? Und welche Rolle spielt dabei der Islam?

Ein Film der Bundeszentrale für Politische Bildung

Inhalt:

  • Ab 1:20: Wer radikalisiert sich?
  • Ab 04:58: Ist das vergleichbar mit anderen Extremismen?
  • Ab 07:05: Welche Rolle spielt dabei der Islam?
  • Ab 10:12: Wie vollzieht sich die Radikalisierung?
  • Ab 16:40: Fazit

Strategien gegen Radikalisierung

Der Aufstieg des Salafismus ist nach Meinung von Guido Steinberg eine welthistorische Entwicklung. Welche Möglichkeiten haben Staat und Gesellschaft, darauf einzuwirken – und Radikalisierungsprozesse zu verhindern? Was muss gute Präventionsarbeit leisten? Und wer muss sich aktivieren für den Kampf gegen die Radikalen?

Ein Film der Bundeszentrale für Politische Bildung

Inhalt:

  • Ab 0:30: Wo kann Präventionsarbeit ansetzen, um Radikalisierung zu verhindern?
  • Ab 2:24: Wie kann Präventionsarbeit konkret aussehen
  • Ab 6:27: Welche Rolle kann islamischer Religionsunterricht spielen?
  • Ab 9:00: Wie kann Deradikalisierung gelingen?
  • Ab 11:58: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind sinnvoll? Was müssen die Sicherheitsbehörden verbessern?
  • Ab 17:38: Fazit

Der Koran erteilt dem Kampf im Namen des Islam keinerlei Absage

Oktober 11, 2012 by · Leave a Comment 

Christine Schirrmacher im Interview mit der Tagespost

Frau Professor Schirrmacher, kürzlich war die islamische Welt von Tunis bis Karachi wegen des Mohammed-Films in Aufruhr: Waren das spontane Proteste in ihren religiösen Gefühlen beleidigter Gläubiger oder von interessierter Seite inszenierte anti-westliche Pogrome, bei denen Fast-Food-Ketten in Flammen aufgingen und US-Fahnen brannten?

Die Proteste entluden sich nicht spontan, sondern es handelte sich um gezielte Inszenierungen von Extremisten, ebenso wie damals bei den Mohammed-Karikaturen. Gerade bei Extremisten ist der Hass auf den Westen Teil ihrer Weltanschauung. Da braucht es nicht viel, dass sie die Massen anstacheln. Es war ja auch nicht so, dass die Menschen zuerst den Film gesehen hätten und dann die Proteste entflammten, sondern extremistische Führer stellten den Film als Beleidigung des Islam und aller Muslime dar und trugen diese Sicht gezielt in die einzelnen Länder hinein. Dass die Proteste inszeniert wurden, heißt aber auf der anderen Seite nicht, dass sich viele Muslime durch den Film nicht ehrlich beleidigt gefühlt haben, wenn sie auch nicht gewalttätig geworden sind.

Aber was unterscheidet denn die gewaltlosen Frommen von denen, die Botschafter töten?

Nun, die Unterscheidung ist weniger eine theologische, also nicht so sehr ein Gegensatz zwischen konservativen und liberalen Muslimen, wie wir das analog unter Christen im Westen haben. Dass die einen den Koran „wörtlich“ nehmen und ihn die anderen historisch-kritisch auslegen würden, trifft so nicht zu, weil die islamische Theologie an den Fakultäten und Moscheen noch keine historisch-kritische Theologie entwickelt hat. Der Koran gilt gläubigen Muslimen als unmittelbar an Mohammed ergangenes, unfehlbares Offenbarungswort Gottes, das zu 100 Prozent unverändert bis heute bewahrt wurde.

Das heißt, man kann den Koran auch unhistorisch lesen und dennoch nicht Gewalt legitimieren?

Auf jeden Fall – das zeigen ja die vielen gläubigen Muslime, die friedlich im Nahen Osten und Asien, aber auch im Westen leben. Ihnen kann man ja nicht vorhalten, dass sie nur den Islam nicht richtig praktizieren. …

Das vollständige Interview kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Alle Rechte: Die Tagespost