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Christine Schirrmacher zur zweiten Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats der bpb gewählt

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat Prof. Dr. Christine Schirrmacher zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Erster Vorsitzender ist Hermann-Josef Abs, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

Foto: Christine Schirrmacher mit dem Logo der Bundeszentrale in Bonn © BQ/Warnecke

Christine Schirrmacher mit dem Logo der Bundeszentrale in Bonn © BQ/Warnecke

Schirrmacher wurde für eine erste Amtszeit 2015–2019 von Innenminister Thomas de Maizière berufen. 2019 berief sie Innenminister Horst Seehofer für eine zweite vierjährige Amtszeit. Die Mitarbeit im wissenschaftlichen Beirat ist auf zwei Amtszeiten begrenzt.

Christine Schirrmacher ist seit 17 Jahren als Autorin der Bundeszentrale zu Fragen rund um den islamischen Extremismus aktiv. 2002 wirkte sie am Heft „Islam: Arbeitsblätter“ mit, 2004 veröffentlichte sie einen Beitrag über Frauenrechte nach der Definition der Scharia in „Aus Politik und Zeitgeschichte“.

Ihre neuesten Beiträge sind zwei Expertisen zum „Dossier Islamismus“. Laut ihrer Expertise „Die Rolle der Frauen im Islamismus“ spielen Frauen im Salafismus heute eine wichtige Rolle, als Anwerberinnen, Unterstützerinnen und auch als Kämpferinnen. Dass sie nicht mehr passive Zuschauerinnen sind, sondern ein größeres Engagement in diesen extremistischen Bewegungen zeigen, ist aber kein Zeichen für irgendeine Form von Gleichberechtigung.

Foto: Christine Schirrmacher am Eingang der Bundeszentrale in Bonn © BQ/Warnecke

Christine Schirrmacher am Eingang der Bundeszentrale in Bonn © BQ/Warnecke

Laut ihrer Expertise „Der Umgang mit IS-Rückkehrerinnen: Neuland für unsere Gesellschaft und ihre Institutionen“ warten deutsche IS-Kämpferinnen und Ehefrauen von IS-Kämpfern derzeit in Gefängnissen im Irak, auch im Kurdischen Autonomiegebiet, auf ihre Freilassung und Rückkehr nach Deutschland. Viele dieser Frauen behaupten heute, im IS-Herrschaftsgebiet nicht an Gräueltaten beteiligt gewesen zu sein oder gar nicht davon gewusst zu haben. Das ist aber nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden teilweise sehr fraglich.

Ausgewählte Beiträge von Christine Schirrmacher im Rahmen der bpb