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Es sind nicht alle Märtyrer – Sterben, Tod und Trauer im Islam

Die Frage nach der Auffassung von Tod und Sterben in einer Religion setzt die Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens voraus und diese in einer monotheistischen Religion wiederum die Frage nach dem Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Grundsätzlich erhält aus Sicht des Korans und der islamischen Theologie das Diesseits als Vorbereitung auf das Jenseits seine eigentliche Bedeutung. Der Mensch ist Geschöpf Gottes, begrenzt an Einsicht. Er ist auf die Rechtleitung Gottes, des Ewigen und Allmächtigen, angewiesen, der sich vom Menschen grundsätzlich unterscheidet, ihm wesensfremd ist. Aufgabe des Menschen ist es, Gott als Schöpfer und Richter zu erkennen, sich ihm zu unterwerfen oder zu ergeben, also „Muslim“ zu sein, seine Gebote zu halten und das Diesseits im Hinblick auf das Jenseits zu gestalten. Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Vorlesung im Rahmen des Blockseminars „Sterben, Tod und Trauer bei Muslimen, Buddhisten und Christen“, Neuendettelsau, 05.03.2009
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Menschenrechte am Hindukusch: Afghanische Frauen sind „zweitrangig“

Präsident Karzai bestätigt: In Afghanistan gilt nach der Verfassung das islamische Recht, und danach sind Frauen zweitrangig. Das heißt zum Beispiel: Wenn Frauen ihrem Ehemann nicht gehorchen, dürfen sie geschlagen werden. Diese afghanische Verfassung wurde 2004 auf dem Petersberg in Bonn formuliert. In Afghanistan wird die Rechtlosigkeit der Frauen noch durch das Stammesrecht verschärft, das in weiten Teilen des Landes mehr Bedeutung als das Schariarecht hat. Das Paschtunen-Recht des größten Stammes betrachtet Frauen quasi als Gegenstände, die bei Konflikten wie eine Ware von Sippe zu Sippe verschenkt, getauscht oder verkauft werden können. Ehrenmord ist ein legitimes Mittel der Vergeltung „unmoralischer“ Handlungen. Die Frauen sind künftig wieder genauso rechtlos wie zur Zeit der Taliban Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Institut für Islamfragen
PDF Download: IFI-Pressemitteilung zur Situation der Menschenrechte in Afghanistan

Schariarecht bedroht Abfall vom Islam mit der Todesstrafe: Religionsfreiheit muss auf die Tagesordnung internationaler Politik und Diplomatie

Um es in Kürze vorwegzunehmen: Die Frage der Religionsfreiheit wird innerhalb der islamischen Theologie natürlich unterschiedlich beurteilt. Eine Minderheit der Theologen äußert unverblümt, dass Religionsfreiheit für sie ausschließlich die Freiheit ist, der einzig wahren Religion, dem Islam, anzugehören oder sich ihm zuzuwenden und bei Zweifeln oder Kritik bei Muslimen sofort die Todesstrafe zur Anwendung kommen muss. Für eine weitere Minderheit gilt die Religionsfreiheit jedermann, meint also die Freiheit, den Islam anzunehmen oder sich von ihm abzuwenden, ganz im Sinne der UN-Menschenrechtserklärung Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Evangelische Verantwortung. Zeitschrift des EAK: Evanglischer Arbeitskreis der CDU/CSU, Ausgabe 5+6/Mai 2012, S. 6–11.
PDF Download: Apostasie, Schariarecht und Religionsfreiheit im Islam

Konvertiten zum Islam: Je gläubiger – je radikaler?

Nicht erst seit gestern ist das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland gespannt. An die Stelle des Wegsehens über die dauerhafte Präsenz von Muslimen und der viel zu lange gehegten Illusion der Rückkehr der in den 60er Jahren angeworbenen Gastarbeiter sind Misstrauen, Ängste und Abwehr getreten. Asylsuchende, politische und Wirtschaftsflüchtlinge sowie eine im Vergleich zu Europa höhere Geburtenrate haben die muslimische Diasporagemeinde auf heute rund 4 Mio. Menschen anwachsen lassen Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: R. Hempelmann (Hg.), Religionsdifferenzen und Religionsdialoge. 50 Jahre EZW, EZW-Text 210, Berlin 2010, S. 129–145.
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Muslime in Deutschland

Eine Studie des Bundesinnenministeriums zu: Integration, Integrationsbarrieren, Religion und Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt Ergebnisse von Befragungen im Rahmen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen von Katrin Brettfeld und Peter Wetzels, 509 S., Hamburg 2007 Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e. V.
PDF Download: Muslime in Deutschland

Einführung ins Thema „Scharia“ – Entstehung, Inhalt, Bedeutung für Europa

Welche Inhalte kennzeichnen die Scharia und welche Bedeutung hat sie für Europa? Heute angesichts einer rund 4 Mio. Menschen umfassenden Migrantengemeinschaft aus islamisch geprägten Ländern in Deutschland und wahrscheinlich mindestens 20 Mio. in ganz Europa wahrhaftig kein abseitiges Thema. Dies gilt um so mehr, als sich der politische Islam – der Islamismus – als Referenzrahmen für Leben und Glauben auf die Scharia beruft, ja, auch in seiner letztlichen Beurteilung der Gesellschaftsordnung und Politik Westeuropas als Maßstab die Scharia als unaufgebbare Zukunftsordnung betrachtet. Daher ist im Zeitalter der Globalisierung auch für den europäischen Kontext die Auseinandersetzung mit Rechtsvorstellungen im Islam so aktuell wie nie zuvor Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: Christlicher Glaube und Islam/Islam and Christianity 1/2010, S. 21-29.
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„Es ist kein Zwang in der Religion“ (Sure 2,256): Konversion und Glaubensfreiheit im Islam

„Es ist kein Zwang in der Religion“ (Sure 2,256): Gewährt der Islam Glaubensfreiheit? Nur dann, wenn es um die Hinwendung zum Islam geht. In der Regel halten Muslime ebenso wie Vertreter der islamischen Theologie die Hinwendung eines Menschen zum Islam für wünschenswert, während seine Abwendung, sein „Abfall“ sehr negativ beurteilt wird. Das gilt umso mehr, wenn sich der „Apostat“ einer anderen Religion zuwendet, wie etwa dem christlichen Glauben. Muslime, die offen bekennende Atheisten oder Christen werden oder einer nicht anerkannten Minderheit wie den Baha’i angehören, sehen sich mit zahlreichen Schwierigkeiten konfrontiert Weiterlesen ...


Erstmals erschienen: IfI-Pressemeldung zur Konversion und Glaubensfreiheit im Islam“ vom 26.01.2012
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